Germanische Religion


Odin - Quelle Wikipedia
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Die Germanische Religion ist ein Sammelbegriff für die Glaubensformen der verschiedenen germanischen Stämme. Tatsächlich ist die Religion der Germanen etwas besonderes, da es keinen einen einheitlichen Staat gab und die Menschen in Sippenverbänden lebten – und sie trotzdem vom Norden bis zum Süden einen beinahe einheitlichen Glauben mit gleichen Mythen und Göttern hatten und auch die gleiche Schrift benutzten.

Die Christianisierung, die zum Ende des 4. Jh. bei den Westgoten begann und um das Jahr 1000 in Skandinavien endete, drängte die germanische Religion zurück.

Die Grundlage des germanischen Lebensgefühls war die Einheit der Sippe. Die Sippe in ihrer Gesamtheit bildete das Leben, und der einzelne war ein Bestandteil dessen. So trug jedes Sippenmitglied die Verantwortung für die Sippe, und die Sippe trug Verantwortung für den Einzelnen.

Im germanischen Denken wurde nicht nach gut oder schlecht differenziert. Es wurden zwar Unterschiede zwischen den einzelnen Ständen, den Geschlechtern und den internen sozialen Ordnungen gemacht, doch mehr unter dem Aspekt, ob etwas fehlte oder nicht fehlte. Auch Dinge wurden in diese Weltsicht mit einbezogen So konnte ein Schwert Glück für die Sippe bedeuten, aber letztendlich sich als Segen oder Fluch auswirken.

Als Bestandteil eines funktionierenden Sippengefüges standen Pflichterfüllung und Ehre für jeden Einzelnen im Vordergrund. Nur wer im Kampf starb, kam ins Walhall, alle anderen kamen in die Unterwelt.

Die schicksalsgläubigen Germanen empfanden die Sippe, so wie sie war, als ihr Heil – welches dadurch entstand, dass in jedem Einzelnen von ihnen das Leben floss. Wer sich außerhalb der Sippe stellte galt als tot.

Schicksal war die alles bestimmende Macht bei den Germanen. Auch die Götter waren dem Schicksal unterworfen.

Die Germanen glaubten an ein Leben nach dem Tod. Die im Kampf gestorbenen Helden wurden Bewohner von Walhall, alle anderen Verstorbenen kamen ins Reich der Hel. Den Helden stand ein angenehmes Leben bevor. Die normal Gestorbenen würden ein Leben in Dunkelheit führen und auf die, die etwas Schuldhaftes getan hatten, wartete ein Leben voller Schmerzen. Auch fürchteten sich die Germanen vor lebenden Leichen bzw. Gespenstern.

Die meisten Feste dienten der Steigerung der Lebenskraft der Sippe. Deshalb fanden Opferfeste statt, bei denen zu Ehren der Götter gegessen wurde und Trinkgelage stattfanden. Es gab eigene und spezielle Sippenkulte, aber auch kultische Feiern für das ganze Volk.

Den Germanen waren die Wälder heilig. Später fertigten sie auch Götterbilder an und errichteten Tempel. Einen ausgesprochenen Priesterkult gab es nicht. Jeder konnte die Opferhandlungen vollziehen. Menschen mit seherischer Begabung wurden besonders geschätzt.

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